Das Eco-Vox Nachhaltigkeits-Glossar: Begriffe verstehen, Zukunft gestalten
Das kompakte Wissensarchiv von Eco-Vox. Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend – es ist die fundamentale Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Doch dieser Wandel bringt eine Flut neuer Fachbegriffe, Akronyme und Standards mit sich. Von ESG und CSRD über Kreislaufwirtschaft bis hin zum Lieferkettengesetz: Unser Glossar bringt Licht in den Dschungel der Begrifflichkeiten.
Was Sie hier finden: In diesem lebendigen Nachschlagewerk entschlüsseln wir die Sprache der Nachhaltigkeit. Finden Sie fundierte Erklärungen zu:
Regulatorik & Standards: EU-Taxonomie, GRI, DNK.
Klimaschutz & Umwelt: CO2-Fußabdruck, Net-Zero, Biodiversität.
Wirtschaft & Ethik: Greenwashing, Social Impact, Corporate Governance.
Nutzen Sie dieses Glossar als Ihren Kompass für fundierte Entscheidungen und transparente Kommunikation in einer grüneren Zukunft.
Carbon Footprint berechnen und reduzieren
Ein Carbon Footprint ist eine zentrale Steuerungsgröße für Dekarbonisierung und CSRD-Reporting. Ein belastbarer Carbon Footprint ist heute weit mehr als eine „schöne Klimazahl“ im Nachhaltigkeitsbericht. Für Industrieunternehmen und berichtspflichtige Firmen wird er zur Steuerungsgröße für Dekarbonisierung, Investitionsentscheidungen, Lieferkettenperformance und Ratingfähigkeit. 1. Was ist ein Carbon Footprint? Unter dem Carbon Footprint
CO₂-Bilanz im Unternehmen: Basis für Klimastrategie & ESG
Eine CO₂-Bilanz ist Ihr zentraler Steuerungshebel, um Klimarisiken, Effizienzpotenziale und regulatorische Anforderungen in Einklang zu bringen. Im Kern beantwortet sie die Frage: Wie groß ist der klimarelevante Fußabdruck unseres Unternehmens – und wo entstehen die Emissionen konkret in der Wertschöpfungskette? 1. Was ist eine CO₂-Bilanz? Unter einer CO₂-Bilanz (Carbon Footprint)
Corporate Carbon Footprint (CCF) – Grundlagen und Vorgehen
Warum ein Corporate Carbon Footprint für Unternehmen strategisch relevant ist Der Corporate Carbon Footprint (CCF) beschreibt die gesamten Treibhausgasemissionen eines Unternehmens über ein definiertes Jahr hinweg – über alle Standorte, Prozesse und wesentlichen Aktivitäten. Er ist: Ohne belastbaren CCF bleibt „Dekarbonisierung“ reines Bauchgefühl. Mit einem strukturierten CCF lassen sich Emissions-Hotspots
Corporate Social Responsibility
Corporate Social Responsibility (CSR) beschreibt die unternehmerische Verantwortung für die Auswirkungen des eigenen Handelns auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Im Kern geht es darum, negative Effekte der Geschäftstätigkeit zu reduzieren und positive Beiträge gezielt zu stärken – etwa durch Investitionen in soziale und ökologische Projekte, verantwortungsvolle Lieferketten, faire Arbeitsbedingungen und
Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) – Einordnung
CSDDD vs. LkSG: Das neue europäische Lieferkettengesetz im Vergleich Mit der Verabschiedung der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) – oft auch als EU-Lieferkettengesetz bezeichnet – hat die Europäische Union im Sommer 2024 neue Maßstäbe für unternehmerische Sorgfaltspflichten gesetzt. Für deutsche Unternehmen stellt sich nun die dringende Frage: Was ändert
CSR Report: Anforderungen und Ausführung
Ein CSR-Report (Corporate Social Responsibility), oft auch Nachhaltigkeitsbericht oder nichtfinanzieller Bericht genannt, dokumentiert systematisch, wie ein Unternehmen Verantwortung in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Governance) übernimmt. Er zeigt, welche Ziele gesetzt wurden, welche Maßnahmen umgesetzt sind und wie die Ergebnisse gemessen werden. Damit wird Nachhaltigkeit von der Imageaussage zu
CSR RUG, CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz
Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) setzt die EU-Richtlinie 2014/95/EU zur nichtfinanziellen Berichterstattung in deutsches Recht um. Seit dem 1. Januar 2018 müssen große Unternehmen mit in der Regel mehr als 500 Mitarbeitenden jährlich über ihre sozialen, ökologischen und wesentlichen nichtfinanziellen Aktivitäten berichten. Ziel des Gesetzes ist es, Transparenz, Vergleichbarkeit und Verantwortung von
CSR Ziele
CSR (Corporate Social Responsibility) zielt darauf ab, die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen durch nachhaltiges und werteorientiertes Wirtschaften zu stärken. Die Ziele von CSR lassen sich in drei Kategorien unterteilen: ökologische Ziele (z. B. Umweltschutz, Ressourcenschonung, Reduktion von Emissionen), soziale Ziele (faire Arbeitsbedingungen, Mitarbeitersicherheit, Förderung von Diversität und Inklusion) und ökonomische
CSRD Corporate Sustainability Reporting Directive
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist die neue EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und stellt einen Meilenstein für die Corporate Social Responsibility (CSR) in Europa dar. Was ist die CSRD? Die CSRD trat am 5. Januar 2023 in Kraft und ersetzt die bisherige Non-Financial Reporting Directive (NFRD). Ziel ist es, die
Dekarbonisierung in Unternehmen: Strategien und Roadmap für Industrie & Mittelstand
Dekarbonisierung ist heute ein Kernbaustein moderner Unternehmensführung. Wissenschaftlich betrachtet meint sie die systematische Reduktion von Treibhausgasemissionen auf nahe Null entlang der gesamten Wertschöpfungskette – im Einklang mit globalen Klimazielen und nationalen Klimagesetzen. Die IPCC-Szenarien zeigen klar: Ohne schnelle und tiefgreifende Dekarbonisierung aller Sektoren sind 1,5 °C bzw. deutlich unter 2
Die 17 SDGs: Der Fahrplan zur globalen Nachhaltigkeit
Die Sustainable Development Goals (SDGs), oder Ziele für nachhaltige Entwicklung, sind ein globaler Aktionsplan zur Bewältigung der größten Herausforderungen unserer Zeit. Im Jahr 2015 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UN) verabschiedeten, bilden sie das Herzstück der Agenda 2030. Sie gelten universell für alle Länder – Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer
Doppelte Wesentlichkeit: Das Herzstück Ihrer CSRD-Berichterstattung
Mit der Einführung der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) hat sich die Logik der Nachhaltigkeitsberichterstattung grundlegend gewandelt. Es geht nicht mehr darum, bunte Geschichten über ausgewählte Leuchtturmprojekte zu erzählen. Es geht um harte Fakten, Risiken und messbare Auswirkungen. Doch worüber genau muss ein Unternehmen berichten? Über alles? Nein. Der Filter,
EcoVadis: Plattform für Nachhaltigkeitsrating
Was ist EcoVadis? EcoVadis ist ein weltweit anerkanntes Unternehmen und eine führende Plattform zur Bewertung von Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung in Lieferketten. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 mit Sitz in Frankreich hat EcoVadis einen wesentlichen Einfluss auf die Förderung nachhaltiger Geschäftspraktiken in der globalen Wirtschaft. Das Unternehmen bietet eine
Emissionsminderungsbericht: Klimaziele, Kennzahlen & Reporting für Unternehmen
Ein Emissionsminderungsbericht dokumentiert, wie ein Unternehmen seine Treibhausgasemissionen von einem definierten Ausgangsniveau (Baseline) bis zu einem Zieljahr systematisch reduziert – mit klaren Zwischenzielen, Maßnahmen, Kennzahlen und Verantwortlichkeiten. Er ist damit die Verbindungsschicht zwischen: Für Entscheider:innen wird der Emissionsminderungsbericht damit zu einem Steuerungsinstrument, nicht nur zu einem Reporting-Dokument. 1. Definition und
Energieeffizienzgesetz
Das deutsche Energieeffizienzgesetz (EnEfG) trat im November 2023 in Kraft. Insbesondere Unternehmen mit hohem Energieverbrauch müssen seit Inkrafttreten der Gesetze verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz umsetzen. Dabei verfolgt das EnEfG den Zweck, die Erfüllung der nationalen Energieeffizienzziele und die Einhaltung der europäischen Zielvorgaben zu gewährleisten.Zur Einrichtung eines Energie- oder
ESG-Kriterien
Die ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) helfen Investoren, Banken und weiteren Stakeholdern, die Nachhaltigkeitsleistung und das Risikoprofil eines Unternehmens strukturiert zu bewerten. Sie machen sichtbar, wie ein Unternehmen mit Umweltressourcen umgeht, wie es soziale Verantwortung wahrnimmt und wie solide seine Unternehmensführung aufgestellt ist. Unternehmen, die sich konsequent an ESG-Kriterien orientieren, sind
ESG-Software
ESG-Software (Environmental, Social, Governance) ist eine spezialisierte Softwarelösung, die Unternehmen bei der Erfassung, Verwaltung, Analyse und Berichterstattung ihrer Nachhaltigkeits- und Unternehmensverantwortungsdaten unterstützt. Sie hilft Unternehmen, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsaktivitäten zu verbessern. ESG-Software wird verwendet, um Daten zu ökologischen, sozialen und Governance-Faktoren zu sammeln und zu
ESRS im Überblick: Der Bauplan für Ihren Nachhaltigkeitsbericht
Mit der Einführung der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) wurde das „Ob“ der Berichterstattung geklärt. Die ESRS (European Sustainability Reporting Standards) klären nun das „Wie“. Sie sind das technische Regelwerk, das sicherstellt, dass Nachhaltigkeitsberichte in der EU künftig genauso vergleichbar und verlässlich sind wie Finanzberichte. Für Unternehmen bedeutet das: Schluss
EU-Taxonomie: Nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten klassifizieren
Wozu die EU-Taxonomie – und warum sie für Unternehmen strategisch relevant ist Die EU-Taxonomie ist das zentrale Klassifikationssystem der EU, um zu definieren, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten. Ziel ist es, Kapitalströme in nachhaltige Aktivitäten zu lenken und Greenwashing zu verhindern. Für Unternehmen bedeutet das ganz konkret: Kurz:
Klimastrategie und Net-Zero-Ziele für Unternehmen
Aufbau einer Klimastrategie im Einklang mit 1,5-°C-Pfad und Net-Zero-Zielen Warum eine 1,5-°C- und Net-Zero-Klimastrategie jetzt geschäftskritisch ist Für Berichtspflichtige nach CSRD, aber auch für viele Mittelständler, ist Klimamanagement längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern Lizenz zum Wirtschaften. Banken, Investoren, Kunden und Fachkräfte erwarten klare Antworten auf drei Fragen: Eine strukturierte Klimastrategie
Nachhaltigkeit Lexikon
Das Nachhaltigkeit-Lexikon ist eine wertvolle Online-Ressource für alle, die sich intensiv mit dem komplexen Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen möchten. Es dient als zentrale Anlaufstelle, um die vielfältigen Begriffe und Konzepte rund um eine zukunftsfähige Entwicklung zu verstehen. Die Plattform erklärt grundlegende Definitionen wie die der nachhaltigen Entwicklung, die die Bedürfnisse der
Nachhaltigkeits-Assessments
Viele Kunden aus Industrie und anderen Branchen – inzwischen auch öffentliche Auftraggeber (wie die Dt. Bahn) – fordern von ihren Lieferanten ein Nachhaltigkeits-Assessment zu bestehen. Viele Unternehmen und Auftraggeber schicken dafür Fragebögen an die (potenziellen) Lieferanten. Fast noch mehr große Auftraggeber haben diese Überprüfung des Nachhaltigkeitsprofils ihrer Lieferanten an spezialisierte
Nachhaltigkeits-Kommunikation
Nachhaltigkeitskommunikation dient dazu, interne und externe Zielgruppen über das soziale, ökologische und ökonomische Engagement eines Unternehmens zu informieren. Da Nachhaltigkeit zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit steht und die Erwartungen von Kunden und Partnern gestiegen sind, kann eine zielgerichtete Kommunikation zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Unternehmen sollten ihre umweltfreundlichen Maßnahmen, wie ressourcenschonende
Nichtfinanzieller Bericht
Ein nichtfinanzieller Bericht, auch CSR-Report oder Nachhaltigkeitsbericht genannt, informiert über die wirtschaftliche, soziale und ökologische Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Er ergänzt den klassischen Finanzbericht und zeigt, welchen Beitrag das Unternehmen zu Umwelt, Gesellschaft und verantwortungsvoller Unternehmensführung leistet. Dieser Bericht muss bestimmte Anforderungen erfüllen: Informationsgehalt:Er soll umfassende, klare und verständliche Informationen bieten,
Product Carbon Footprint (PCF) – CO₂-Fußabdruck von Produkten
Während der Corporate Carbon Footprint (CCF) den gesamten CO₂-Fußabdruck eines Unternehmens misst, geht der Product Carbon Footprint (PCF) ins Detail. Er beantwortet eine Frage, die Kunden, Investoren und Regulatoren immer lauter stellen: Welche Klimawirkung hat dieses spezifische Produkt – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung? Der PCF ist längst mehr
Quentic Sustainability Software
Quentic bietet umfassende Ressourcen und Unterstützung zur Vorbereitung auf die EU-Nachhaltigkeitsverordnung (CSRD). Die EU-Richtlinie fordert von Unternehmen eine detaillierte Nachhaltigkeitsberichterstattung und Offenlegung von ESG-Daten. Hier sind einige der wichtigsten Angebote und Informationen von Quentic: Zusätzlich bietet Quentic verschiedene Ressourcen wie Newsletter, Webinare, und Broschüren an, um Unternehmen bei der effizienten
Science-Based Targets (SBTi): Klimaziele im Einklang mit dem 1,5-°C-Pfad
Science-Based Targets (SBTs) sind heute einer der zentralen Referenzrahmen für glaubwürdige Klimastrategien. Sie beantworten die Frage: Um wie viel und wie schnell muss unser Unternehmen seine Emissionen senken, um mit dem 1,5-°C-Ziel des Pariser Abkommens kompatibel zu sein? Die Science Based Targets initiative (SBTi) ist eine gemeinsame Initiative von CDP,
VERSO Sustainability Software
VERSO bietet umfassende Lösungen für Nachhaltigkeitsmanagement, einschließlich ESG-Reporting, Lieferkettenmanagement und Klimamanagement. Die Software unterstützt Unternehmen dabei, CSRD-konforme Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen, CO2-Emissionen zu berechnen und zu kompensieren sowie Transparenz in der Lieferkette zu schaffen. Seit 2010 begleitet VERSO Unternehmen bei ihrer nachhaltigen Transformation. Die Dienstleistungen von VERSO umfassen: VERSO bietet Unternehmen
VSME: Europäischer Standard für freiwillige Nachhaltigkeitsberichte
Die EU-Kommission hatte die Organisation EFRAG beauftragt, einen kompakten Standard für Nachhaltigkeitsberichte für kleinere Unternehmen zu entwerfen, als noch überhaupt nicht klar war, dass die Nachhaltigkeitsberichtspflicht CSRD/ESRS verschoben und nur für große Unternehmen zur Pflicht werden wird. Die EFRAG hat einen vollständigen Entwurf für den VSME-Standard im Dezember 2024 vorgelegt.
Wer muss einen CSR-Report veröffentlichen?
Corporate Sustainability Reporting ist heute ein Mix aus bestehendem deutschem Recht (CSR-RUG) und der schrittweisen Einführung der EU-CSRD. Wichtig ist daher, zwischen „Wer ist heute verpflichtet?“ und „Wer kommt in den nächsten Jahren dazu?“ zu unterscheiden. 1. Aktuelle Berichtspflicht nach CSR-RUG (Non-Financial Reporting / NFRD) Seit dem Geschäftsjahr 2017 müssen